Die sensible Liebesgeschichte Coming out ist am 13.09. um
22.50 Uhr im MDR zu sehen.

Am 18.09. läuft das Musik-Roadmovie flüstern und SCHREIEN in der Gedenkstätte Berliner Mauer.
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Am 16.08. erscheint "The Last Giants" auf DVD und Blu-Ray mit englischen Untertiteln bei KSM
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Zum 75. Geburtstag ihres "Filmvaters" erscheinen Die Kinder von Golzow in einer DVD-Gesamtausgabe mit englischen Untertiteln bei absolutmedien.

Vom Staatsverleih zum privatwirtschaftlich erfolgreichen Medienunternehmen
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PROGRESS Ausschnitte auf dem neuen Zeitgeschichte-Portal von Spiegel Online
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Ab 19. Februar 1946 wurde der erste Augenzeuge in zehn Kopien auf den Berliner Kinoleinwänden gezeigt. Um sich klar von den nationalsozialistischen Wochenschauen abzusetzen, wollte der verantwortliche Redakteur und Produktionsleiter Kurt Maetzig ein neues Konzept und einen neuartigen Stil. Das Motto hieß: "Sie sehen selbst – Sie hören selbst – urteilen Sie selbst“. Kurt Maetzig dazu in einem Interview von 1999: „Ich denke, wenn man das Motto heute hört, wird man noch spüren, dass das aus einem demokratischen Geist entstanden ist. Es war gerichtet gegen den Untertanengeist, der Deutschland nicht nur in der Nazizeit, sondern schon viel, viel früher beherrscht hatte.“ Lange konnte sich dieses demokratische Ansinnen nicht halten, der "Augenzeuge“ wurde zunehmend zu einem Instrument, sozialistische Politik und Kultur unters Volk zu bringen. Heute vermitteln die über 2000 Folgen des "Augenzeugen“ einen historisch interessanten Einblick in über drei Jahrzehnte Zeitgeschehen und Kalte-Kriegs-Politik.
Fast drei Jahrzehnte gingen Walter Heynowski und Gerhard Scheumann eine "künstlerische Ehe“ ein, ihre unterschiedlichen Talente potenzierten sich. Scheumann, der nach Ansicht von Heynowski eine wunderbare Stimme hatte, sprach in der deutschen Fassung viele Texte selbst, als Mann des Worts trugen die Begleitpublikationen Scheumanns Handschrift.
H&S sahen sich in der Tradition von Dziga Vertov und waren der Ansicht, dass es kein unpolitisches Kino gibt, sondern dass sich Filmemacher einmischen müssen.
Ihr Generalthema fanden Heynowski und Scheumann in den Umwälzungen des 20. Jahrhunderts, sie zeigten ihre Sicht der Wirklichkeit in einer moralischen Dimension, bezogen Stellung zu den großen politischen und philosophischen Fragen des Jahrhunderts. Emotionalisierung, Entlarvung, bildhafte Erkenntnisvermittlung, auch über Kontrastmontage und die Verwendung historischen Filmmaterials waren Teil ihrer Stilmittel.
H&S waren international ein Markenzeichen für politisches Filmschaffen, die H&S-Dokumentarfilme hatten eine für ihr Genre außerordentliche Verbreitung, sie wurden in mehr als 75 Ländern aufgeführt und damit ein Markenartikel des DDR-Films im Ausland, allerdings nicht als Spiegel des Lebens in der DDR.
Mehr als 5.800 Dokumentarfilme, Wochenschauen und Periodika sind im PROGRESS Film-Verleih zu haben: für die Vorführung im Kino oder für aktuelle Film- und Fernsehproduktionen. Die großen Themen des Lebens vom Erwachsenwerden, der Liebe, der Arbeitswelt und der Natur, von Künstlern und "der Frau von nebenan“, vom Sport und aus der Wissenschaft – immer mit dem Blick des Jahrzehnts seiner Entstehung und aus der Sicht ihrer Filmemacher. Hinzu kommen Langzeitportraits von der DDR, wie sie mit den Wittstock-Filmen von Volker Koepp vorliegen und mit den Kindern von Golzow von Barbara und Winfried Junge.
Was heute in den Clubs zum ultimativen Ambiente gehört, der VJ (Videojockey) und seine über große Bildschirme gezeigten Videosamples, wussten schon die Discos der 70er Jahre zu schätzen. Denn das DEFA-Studio für Dokumentarfilme produzierte ein ungewöhnliches Genre - so genannte Disco-Filme. Als frecher Musikclip, ambitionierter Kunstfilm und ausdrucksstarke Dokumentation waren diese Filme in den 70er und 80er Jahren nicht nur für das Kinovorprogramm bestimmt. Heute vermitteln sie ein authentisches Bild von den ästhetischen Vorstellungen des Pops und einer sich ankündigenden Musikvideokultur. Stars wie Karat, die Puhdys, Chris Doerk und Reinhard Lakomy, Rock- und Popinterpreten wie Omega, Floh de Cologne und Skorpio sind in den Kurzfilmen mit Konzertausschnitten und aus heutiger Sicht teilweise sehr amüsanten Interviewpassagen zu erleben.
Die DEFA Disco-Filme bieten damit die äußerst unterhaltsame Möglichkeit, Kompilationen von Pop, Schlager und Deutschrock aus den Seventies und Eighties nicht nur wieder zu hören, sondern auch zu begegnen. Im April 2004 widmete sich das Filmfest Dresden in einer kleinen Retrospektive diesem musikalisch-filmischen Phänomen.
Der Nachrichtenfilm war über Jahrzehnte das Medium, über das sich die Menschen ein Bild von den aktuellen Geschehnissen der Welt machten. Besonders in der Nachkriegszeit wurden die unterschiedlichen Produktionen unter dem Sammelbegriff Wochenschau bekannt und erst durch das aktuell berichtende Fernsehen abgelöst. Zu diesen Wochenschauen gehörte auch der Katholische Nachrichtenfilm Zeitschau bzw. ab Folge 26 Spiegel der Zeit. Vom Katholischen Filmwerk in Rottenburg produziert, zeigte diese Monatsschau Geschehnisse aus dem kirchlichen Leben wie aus der weiten Welt. Insgesamt 109 Folgen des 10- bis 15minütigen Magazinfilms wurden zwischen 1953 und 1962 produziert. Zeitschau und Spiegel der Zeit sind wichtige Beispiele für das umfassende Engagement der Katholischen Filmarbeit dieser Jahre.